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Aus dem Archiv der ExtraTip Mediengruppe.
vom 30.07.2010 Aus Sicht der Zeitzeugen
Schriftenreihe der Gedenkstätte Trutzhain erweitert
Zeitzeugen kommen zu Wort In der Broschüre „Die Behandlung war eines zivilisierten Volkes nicht würdig – Zeitzeugen erinnern sich an ihre Kriegsgefangenschaft im STALAG IX A Ziegenhain“, schildern Kriegsgefangene ihre Erlebnisse und Erfahrungen in kurzen Sequenzen. Die Zeitzeugenberichte sind nach verschiedenen Themen, wie beispielsweise Gefangennahme, Verpflegung oder Arbeitseinsatz, gegliedert. Die Broschüre wurde zusammengestellt und bearbeitet von Bert Beckmann, die beiden Folgenden von Waltraud Burger. Im Dienst der Besatzer Das Heft mit dem Titel „Flüchtling, Soldat, Nazi-Jäger. Eine Odyssee durch das Weltkriegseuropa“, zeigt die dramatische Lebensgeschichte von Chaim Silber. Der Bericht basiert auf Silbers persönlichen Aussagen, die er bei einer Zeugenvernehmung zur Teilnahme am Zweiten Weltkrieg 1961 in Israel getroffen hat. Der in Polen geborene Jude floh zu Beginn des Kriegs in die Sowjetunion, dort schloss er sich 1943 der sowjetischen Armee an. Nach Kriegsende stand er als „Nazi-Jäger“ im Dienst der Besatzungsmächte. Von 1946 bis Ende 1947 lebte Silber im Lager Ziegenhain, das zu einem Displaced Person(DP)-Camp für Holocaust-Überlebende umfunktioniert worden war. Dort war er Kommandant der Lagerpolizei. Im Jahr 1949 glückte ihm und seiner Familie die ersehnte Ausreise nach Palästina. Das Leben von Chaim Silber steht beispielhaft für das Chaos, das der Zweite Weltkrieg in den Biographien seiner Zeitgenossen hinterlassen hat.
Die dritte Broschüre beinhaltet die Tagebuchaufzeichnungen des sowjetischen Kriegsgefangenen Iwan Gusew über seine Zeit im STALAG IX A Ziegenhain von Oktober 1944 bis März 1945. Dieses sehr persönliche Dokument gewährt dem Leser einen tiefen Einblick in die emotionale und psychische Verfassung eines einzelnen Kriegsgefangenen. Das Tagebuch war für Iwan Gusew ein seelisch-moralischer Rückhalt in der schweren Zeit der Gefangenschaft. Seine Notizen, zu meist Aussagen über Empfindungen, die Kälte und den Hunger, aber auch rührende Gedichte an seine Frau Feodosia – „Fee“ – , zeigen dem Leser, welches Leid die Kriegsgefangenen durchleben mussten.
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Trutzhain. Von der Gedenkstätte und Museum Trutzhain wird seit 2007 eine Schriftenreihe, in der Zeitzeugen zu Wort kommen, herausgegeben. Die Schriftenreihe wurde kürzlich um drei Publikationen erweitert und ist in der Gedenkstätte zu erwerben.
Leid der Kriegsgefangenen


